Archiv der Kategorie: Dorfgeschichte

18. Flurstein „LÜTT WISCH“

26. April 2019

Am Nachmittag der diesjährigen Flursteinsetzung hatte noch die Sonne geschienen. Zahlreiche der über 50 anwesenden  Mitglieder des Heimatvereins und Gäste kamen deshalb um 18 Uhr in eher sommerlicher Kleidung, um bald fröstelnd festzustellen, dass inzwischen das Thermometer deutlich gefallen war und ein kühler Wind wehte. Das tat aber der guten Stimmung im weiteren Verlauf der Veranstaltung wie immer keinen Abbruch. 

Antje & Volker Klatt

Der im Februar 2019 gewählte neue Vereinsvorsitzende, Christian Popp, begrüßte die anwesenden Vereinsmitglieder und Gäste. Er bedankte sich bei seinem Vorgänger Reinhard Behr als Ehrenvorsitzendem und „Flursteinbeauftragtem“ dafür, dass er wie in jedem Jahr sich um die Organisation und Herrichtung des Steins gekümmert hat. 

Die Flur “Lütt Wisch”, auf der der 18. Flurstein eingeweiht wurde, ist an der Wegespinne in der Verlängerung der Gartenstraße Richtung Grevelau (hinter dem Ponyhof Neven) gelegen. 

Reinhard Behr wies in seiner anschließenden Rede zur Flursteineinweihung anlässlich des 18. Geburtstags des Heimatvereins daraufhin, dass die ältesten Flurnamen bereits auf das Jahr 1607 zurückgehen. Insgesamt sind für  Ashausen 88 Flure verzeichnet, deren Größe von 6 ha bis 100 ha reicht. Er bedankte sich bei den diesjährigen Stifterinnen und Stiftern, Birgit und Andreas, Piet und Bentje Sommer, deren Stein den Namen der Flur „LÜTT WISCH“ (auf Hochdeutsch „Kleine Wiese“) trägt. Die Flur umfasst den Bereich zwischen der Bahnlinie und den Wegen Richtung Bahnhof und Bahnhofstunnel. Der Name der Flur wurde erstmals 1810 erwähnt. Gleich angrenzend liegt die „GROOT WISCH“ (Große Wiese) mit dem Flurstein Nr. 13, der im Jahr 2014 von Marianne und Dieter Sommer gespendet wurde. 

Fotos: Antje & Volker Klatt

Abschließend verwies Reinhard Behr auf die kommenden Veranstaltungen und Aktivitäten des Heimatvereins: Beteiligung an der Konzertreihe 24h Stelle am 25. Mai, die Öffnung des Olen Huus anlässlich des diesjährigen Flohmarkts am 2. Juni, das Konzert „A Mekhaye“ am 28. Juni, das Weinfest am 14. September, die Fahrradtour am 3.10. und als „Highlight“ Kunst und Punsch am 7. und 8. Dezember im Olen Huus. 

Die Liste der Veranstaltungen wurde von Christian Popp ergänzt mit der Ankündigung eines neuen Veranstaltungsformats des Heimatvereins, der „Ashäuser Runde“. Im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltungen sollen aktuelle Themen aus Ashausen und seiner zukünftigen Entwicklung aufgegriffen und diskutiert werden. Den Auftakt bildet die Planung rund um Heins Hoff am Mittwoch, 14. Mai 2019 um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus. Alle Mitglieder des Heimatvereins, aber auch alle anderen interessierten Ashäuserinnen und Ashäuser sind herzlich dazu eingeladen, sich zu informieren und ihre Anregungen und Bedenken einzubringen. 

Dann endlich (!) wurde zum fröhlichen Umtrunk mit Imbiss eingeladen und in lockerer Atmosphäre wurden Neuigkeiten ausgetauscht, Gespräche mit länger nicht mehr gesehenen alten Bekannten geführt und Verabredungen getroffen. Es zeigte sich einmal mehr, dass der Heimatverein, neben seinen vielen Aktivitäten und Veranstaltungen, auch eine wichtige soziale Funktion für die Dorfgemeinschaft und Jung und Alt hat! 

Margit Bonacker

Zur Seite „Flursteine in Ashausen“.

Kati Domroes
Antje & Volker Klatt


Dem Steinmetz über die Schulter geschaut

Anfang April, bei frühlingshaften Temperaturen, ist unser Steinmetz, Herr Tom Hempen, tätig geworden und hat den Flurstein Nr. 18 mit dem Flurnamen „LÜTT WISCH“ gefertigt. Die diesjährigen Spender, Birgit und Andreas Sommer, sowie unser „Flursteinbeauftragter“ Reinhard Behr schauen ihm bei seiner Arbeit über die Schulter.

Text & Fotos: Peter Grelck

Flurstein 2018 Up’n Moor

26. April 2018
17. Flurstein: Up’n Moor

Pünktlich zur Einweihung des nun schon 17. Flursteins in der Gemarkung Ashausen verzogen sich die letzten Regenwolken endgültig.

Die Flur „Up`n Moor“ wurde erstmals 1776 erwähnt. Obwohl die Flur als Moor bezeichnet wird, ist der Boden nicht moorig, sondern es führte vermutlich die schwarze Erde zu diesem Flurnamen. Die hinter den Häusern der Gartenstraße liegenden Grundstücke werden teilweise noch heute als Garten- oder Ackerland genutzt.

Nachdem Reinhard Behr in gewohnt launiger Art über die Fluren im Allgemeinen und „Up’n Moor“ im Speziellen berichtete, wurden die erschienenen Gäste von den Spendern Ulrike und Olaf Sander mit Speis und Trank bewirtet.

 

Die Regenschirme fanden sich malerisch an der benachbarten Eiche ein.

Die Fotos stellten uns Antje und Volker Klatt zur Verfügung.

Zur Seite „Flursteine in Ashausen“.

Das Dreigestirn war wieder aktiv

Peter, Reinhard und Klaus-Dieter

Da einige Wandervögel nachgefragt haben, wie man vom Büllhorn zu der Postbrücke kommt und auf dem Ashausen-Flyer steht:

„Wegweiser beachten“

obwohl da ja keine stehen, haben wir 3 uns der Sache angenommen.

Peter hat beim Sägewerk in Garstedt die 3 Eichenbalken und die Rohschilder sägen und hobeln lassen,Klaus-Dieter hat im Keller auf seiner Hobelbank die Texte in die Schilder geschnitzt,

Peter hat die fertigen Schilder in die Pfosten verzapft und alles geölt,zu dritt haben wir im „Olen  Huus“ die Betonsockel gegossen.

Am Samstag den 17.3.2018 nutzten wir das Wetter aus und haben die 3 Wegweiser aufgestellt.

 

Der Erste steht Ecke Holer Moor/ Ecke Mondscheinweg, der zweite Wegweiser kommt nach ca. 500m  den Mondscheinweg entlang und zeigt nach links zur Postbrücke. Von da geht es ca. 200 m geradeaus und nach einem Rechtsschlenker zur nächsten Kreuzung. Dort zeigt der dritte Wegweiser links zur Postbrücke, die man jetzt schon sehen kann. Der Rückweg ist entgegengesetzt ausgewiesen bzw. man geht/fährt weiter auf den Holtorfsloher Weg.

Somit steht dem Osterspaziergang nichts mehr im Wege und wir hoffen das Wetter wird schön.

Klaus-Dieter Klose

Unsere Dorfgeschichte wird „lebendig“

Der Heimatverein Ashausen engagiert sich seit vielen Jahren aktiv für den Erhalt und die Pflege der Werte dieses über 700 Jahre alten Dorfes. In dem jüngsten Projekt mit dem Arbeitstitel „Dorfgeschichte sichtbar machen“ dreht sich alles darum, die das Ortsbild prägenden Einflüsse und Entwicklungen auch für die jüngere Generation und die zahlreichen Neubürger von Ashausen sichtbar und erlebbar zu machen. Der erste von drei Teilen des Projektes konnte nun eingeweiht werden.

Rund 90 Einwohner und Gäste folgten am 27. Januar 2018 der Einladung des Heimatvereins Ashausen und wurden vom Vereinsvorsitzenden Reinhard Behr vor dem Schützenhaus am Holtorfsloher Weg bei trockenem Wetter herzlich begrüßt. Darunter auch Bürgermeister Robert Isernhagen und Jürgen Steinhage, Enkel des Gründers des Betonwerkes Heinrich Steinhage. Sie alle waren gekommen, um an der Enthüllung der Informationstafel „Schützenhaus“, die stellvertretend für 18 weitere Tafeln zur Dorfgeschichte von Ashausen ausgewählt wurde, teilzunehmen. Bevor die Tafel den Blicken der Gäste frei gegeben wurde, erzählte der Leiter des Projektes Peter Grelck über die spannende und interessante Arbeit an dieser umfassenden Aufgabe.

Bürger engagierten sich
Eineinhalb Jahre hat die Arbeitsgruppe „Dorfgeschichte“ bestehend aus Reinhard Behr, Klaus-Dieter Klose, Bernd Degel, Ilona Willrodt, Sylvia Simon, Gabriela Richter, Manfred Richter, Arne Persil, Lothar Riedel, Jürgen Neubauer unter der Leitung des ehemaligen Stadtplaners Peter Grelck intensiv recherchiert, getextet und gestaltet, um Wissenswertes zu 19 markanten Punkten rund um das Dorf Ashausen erlebbar zu machen. „Die Zusammenarbeit in diesem Team war für mich ein tolles Erlebnis“, sagte Peter Grelck. „Ich dachte, nach 33 Jahren leben in Ashausen wüsste ich schon einiges, aber meine Mitstreiter hatten viel mehr Detailwissen zur Dorfgeschichte als ich“.

Schlau werden durch Spazierengehen
Das Ergebnis kann nun auf 19 klar gestalteten und wetterfesten Tafeln während eines Spazierganges durch und um das Dorf von Einheimischen und Besuchern nachgelesen werden.

Dazu gehören zum Beispiel die Geschichten rund um den Kiesabbau und das Betonwerk der Firma Steinhage, die auf insgesamt vier Tafeln entlang der Ashausener Straße dargestellt wird; die Heidbargsiedlung mit dem angrenzenden Jubiläumswald, die Finnen- und die Mühlenbachsiedlung, der „Rosenhof“, die alte Postbrücke – auch Napoleonbrücke genannt – sowie die Schützen- und Sportanlagen, um nur einige zu nennen.

Im Zuge des modernen Handy-Zeitalters tragen alle Tafeln auch einen QR-Code, der zur Webseite des Heimatvereins mit noch mehr Details zum jeweiligen Standort führt.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende
„Die heute vorgestellte große Dorf-Tour ist der erste Teil des Projektes „Dorfgeschichte“. Im zweiten Schritt wird eine Tour durch das Ortszentrum von Ashausen erarbeitet. Und zum Schluss möchten wir dann an einem zentralen Platz drei bis vier größere Informationstafeln mit einer Zusammenfassung der Geschichtsdaten des Ortes, mit den Standorten aller Tafeln und Flursteine sowie mit der öffentlichen Infrastruktur aufstellen“, beendete Peter Grelck seine Ausführungen.

Er bedankte sich auch bei allen Befürwortern und aktiven Unterstützern des Projektes. Die Kosten dieses ambitionierten Projektes trägt übrigens allein der Heimatverein.

Mit den abschließenden Grußworten des Bürgermeisters, künftig mehr Tourismus nach Ashausen holen zu wollen (wofür er eigens zur Grünen Woche reiste), begannen rege Gespräche unter den Ashäusern bei Kaffee, Punsch, Schmalzbroten und Heitmanns wunderbarem Butterkuchen.

Michela Dulz

Zu den InfoTafeln

Fotos im Text: Petra Göring und Sylvia Simon
Galeriefotos: Antje und Volker Klatt

 

 

Und im Winsener Anzeiger stand am 2. Februar 2018 zu lesen:

Feierliche Präsentation der Info-Tafeln

Am Samstag, 28. Januar 2018, war es soweit: Die 19 Informationstafeln zur Geschichte unseres Dorfes Ashausen wurden u.a. in Anwesenheit der hiesigen Presse offiziell eingeweiht durch exemplarische Enthüllung der Tafel, die vor dem Gebäude unseres Schützenvereins am Holtorfsloher Weg errichtet wurde. Das Wetter spielte mit, es regnete nicht. Der Himmel war uns hold und trug seinen Teil dazu bei, die geleistete Arbeit zu würdigen. Viele Vereinsmitglieder, Honoratioren und Interessierte waren dabei, als Initiator Peter Grelck den Werdegang erläuterte und allen unterstützenden Helferinnen und Helfern dankte, um schließlich gemeinsam mit unserem Vorsitzenden Reinhard Behr die Tafel Nummer 17 „Schützenhaus“ von ihrer Hülle zu befreien. Stellwände auch zu den anderen 18 Tafeln mit weiteren Erläuterungen standen bereit und wurden aufmerksam studiert, viele Gespräche führten zu einem regen Austausch. Die vorbereiteten Stärkungen wie Schmalzbrote und der Gute-Butter-Kuchen sowie Kaffee, Tee und würziger Apfelpunsch trugen zum Gelingen  dieses Ereignisses bei.

Wir freuen uns, dass Thomas Götze wieder in unserer Mitte ist.

Unser Bürgermeister Robert Isernhagen konnte sich überzeugen, davon überzeugen, wie engagiert und leistungsfähig sich unser Verein wieder einmal  gezeigt hat. Wir hoffen, dass die Erkenntnis gestärkt wird, dass jede gemeindliche Förderung unseres Heimatvereins effektiv und im besten Sinne für unser Dorf und damit der gesamten Gemeinde eingesetzt wird.

Wir danken unseren Gästen für das Interesse, die positiven Reaktionen, die Hinweise und Anregungen – und die gute Stimmung, welche sicherlich auch die ausgewählten Bilder bestätigen.

zur Übersicht der Infotafeln 

Einweihung Info Tafeln

Liebe Bürger von Ashausen, Vereinsmitglieder des Heimatvereins,
liebe Freunde,

am Samstag, den 27. Januar 2018 um 14:00 Uhr wird vom Heimatverein Ashausen wieder ein großes Projekt für das Dorf vorgestellt.

Ashausen hat eine vielschichtige, interessante Dorfgeschichte aufzuweisen. Diese ist aber Besuchern, Neubürgern und vor allem jüngeren Bewohnern nicht bewusst oder nur in Ansätzen bekannt.

Um dem abzuhelfen, stellten bereits 1994 Heino Eddelbüttel und Marion Luckow eine Chronik von Ashausen in 2 Bänden vor, die leider seit längerem vergriffen ist. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat im September 2016 beschlossen, die Dorfgeschichte auf eine andere Art und Weise wieder erlebbar zu machen.

Nach zahlreichen Sitzungen der Arbeitsgruppe, Recherchen in Museen und Archiven, Diskussionen und immer wieder Korrekturen ist es nun soweit:

Am Holtorfsloher Weg 13 vor dem Schützenhaus wird beispielhaft eine Tafel zur Geschichte von Ashausen vorgestellt. 18 weitere Informationstafeln werden bis zum Eröffnungstermin am 27. Januar an den jeweiligen Orten installiert sein. Andere werden in absehbarer Zeit folgen, um schließlich im gesamten Ortsbereich von der Postbrücke bis zum Bahnhof die Dorfgeschichte lebendig werden zu lassen.

Zur Eröffnung der Aktion lädt der Heimatverein seine Mitglieder und alle interessierten Bürger, alle Vereine sowie Vertreter der Institutionen, die uns bei der Arbeit unterstützt haben, herzlich ein.

Für einen kleinen Umtrunk ist gesorgt. Bei nassem Wetter sind wir Gast im Schützenhaus, wo die weiteren 18 Tafeln in Kopie vorgestellt werden.

Reinhard Behr
1. Vorsitzender

  

   

Weiteres zu den Info-Tafeln.

Aus dem Hamburger Abendblatt: