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19. FLURSTEIN „Achtern Rießel“

Am Tag der Vereinsgründung, dem 26. April 2001, wird alljährlich ein neuer Flurstein vom Heimatverein Ashausen e.V. in fröhlicher Runde eingeweiht. Wie so vieles, musste auch diese Feier in diesem Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben werden. In kleiner Runde fanden sich nun dennoch die beiden Stifter Nanny und Dierk Schulz mit dem Vereinsvorsitzenden Christian Popp und seiner Stellvertreterin Katharina Elsner an der Büllhorner Buskehre ein. Hier erwartete sie der Ehrenvorsitzende des Vereins – Reinhard Behr – und versorgte die vier mit interessanten Informationen zu Stein und Flur.

Den aus der Kiesgrube zwischen Scharmbeck und Pattensen stammenden, rötlich marmorierten, hellen Granitblock ziert neben dem Vereinswappen der Schriftzug „Achtern Rießel“.

Hier leben die beiden Stifter seit vielen Jahren und wollen mit dieser Geste anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit ihre Verbundenheit mit Ashausen zum Ausdruck bringen.

Die Flur „Achtern Rießel“ umfasst den Bereich zwischen dem Weg Achtern Rießel, Büllhorner Weg und der Gemarkungsgrenze zu Stelle. Die Flurbezeichnung deutet auf ein Waldgelände hin, in dem Reisig für die Rießbess`n zum Fegen von Diele und Flett geschnitten wurde. Seit Jahrhunderten dienen solcherart Flurnamen den Bauern und Bürgern zur Orientierung in der Feldmark.

Text: Kati Domroes
Fotos: Christian Popp

Lärmaktionsplan Ashausen

Wir machen darauf aufmerksam, dass im Rathaus der Lärmaktionsplan gem. § 47d Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Gemeinde Stelle ausliegt (s. Auszug aus der Bekanntmachung Nr. 34/2020 unten). Dieser Plan schlägt u.a. vor, die Geschwindigkeit auf der K8 (Scharmbecker Straße, Bahnhofstraße) auf 30 km/h und auf der Autobahn A39 auf 120 km/h zu beschränken. 

Der Heimatverein begrüßt diese Vorschläge und möchte seine Mitglieder ermuntern, diese zu unterstützen, indem sie sich die im Rathaus ausliegenden Unterlagen ansehen und sich dazu äußern.

Bekanntmachung Nr. 34/2020 (Auszug)

Lärmaktionsplan gem. § 47d Bundes-Immissionsschutzgesetz der Gemeinde Stelle 
– öffentliche Auslegung gem. § 47d Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz –

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Stelle hat in seiner Sitzung am 24.06.2020 die öffentliche Auslegung des Entwurfes des Lärmaktionsplanes beschlossen. 

Die Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.06.2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (=Umgebungslärmrichtlinie) sowie § 47d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) verpflichten die Gemeinden zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen. Danach haben die Gemeinden Lärmaktionspläne aufzustellen, wenn in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen, die ein Verkehrsaufkommen von über drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr haben, Lärmprobleme bestehen. Nach der Definition „Hauptverkehrsstraße“ sind dieses im Gemeindegebiet die Autobahn A 39 sowie die Landesstraße L 217 (Autobahnzubringer Winsen zur Auffahrt Winsen-West).

Um einen tatsächlichen Mehrwert für die Gemeinde Stelle zu haben, hat die Gemeinde auf freiwilliger Basis auch die Lärmprobleme bzw. Lärmauswirkungen an den Kreisstraßen K 1, K 8, K 22 und K 86 betrachtet und die Ergebnisse im Entwurf des Lärmaktionsplanes berücksichtigt.

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes liegt in der Zeit vom

13. Juli 2020 bis einschließlich 14. August 2020

im Rathaus (Zimmer 25) der Gemeinde Stelle, Unter den Linden 18, 21435 Stelle öffentlich zur allgemeinen Einsicht aus.

Zusätzlich können die Unterlagen auf der Homepage der Gemeinde Stelle hier abgerufen werden.

Holzwürmer im Olen Huus

Im vergangenen Jahr musste der Heimatverein feststellen, dass das Gebälk des Olen Huus’ massiv von Holzwürmern „bewohnt“ wird. Nach einiger Recherchearbeit beschloss der Vereinsvorstand, den Würmern mit Heißluft zu Leibe zu rücken. Dafür brauchte es eine Genehmigung der Denkmalpflege des Landkreises, die unbürokratisch schnell erteilt wurde. 

Etwas länger dauerte die Zusage des Landkreises, einen Zuschuss zu den Sanierungskosten zu gewähren. Auch die Gemeinde Stelle unterstützte – ebenfalls sehr unbürokratisch und kurzfristig – die Holzwurmbekämpfung finanziell.

Am 5. Juni war es dann soweit. Mit vereinten Kräften holten Mitglieder des Heimatvereins alles, was die hohen Temperaturen der Heißluftbehandlung (über 60 °C) nicht vertragen würde, aus dem Olen Huus.

Vieles davon musste eingelagert werden, einiges konnte entsorgt werden. 

Am 15. Juni rückte die Firma MDK aus Reinfeld mit den Herren Rabeneck sen. und jun. an, um die Aggregate für das Einblasen der Heißluft ins Ole Huus aufzubauen.

Die Heißluftbehandlung konnte wegen der günstigen Witterungsbedingungen bereits am 18. Juni 2020 abgeschlossen werden. Zwei Tage später brachten fleißige Hände die eingelagerten Gegenstände wieder ins Ole Huus zurück.

Text: Christian Popp
Fotos: Petra Göring und Christian Popp

Endspurt!

„… und wann kommen die Tafeln?“

„Die sind in Arbeit und werden angebracht, sowie sie gedruckt sind!“

Das „Buddelteam“ der Arbeitsgruppe „Erlebbare Dorfgeschichte“ des Heimatvereins hat die auf dem Hof von Reinhard Behr hergestellten Betonsockel am Bahnhof und vor dem Olen Huus im Boden versenkt und die Träger für die großen Tafeln aufgestellt. Auch die Sockel für die kleinen Tafeln sind bereits im Boden.

Sowie alle Tafeln fertiggestellt und montiert sind, wird es eine Einweihungsfeier geben (wohl leider mit Abstand), zu der wir alle Beteiligten und Interessierten einladen werden!

Fotos und Text: Kati Domroes, Klaus-Dieter Klose, Peter Grelck

In Vorbereitung: Flursteinsetzung 2020

Der aus der Kiesgrube zwischen Scharmbeck und Pattensen stammende “rötlich marmorierte, helle Granitblock” ist am Ostersonnabend vom Steinmetz bearbeitet worden. Nach Aussage des Steinmetz’ hat er eine ebene Oberfläche, ist sehr hart und fest und deshalb für die Bearbeitung sehr gut geeignet. Der Schriftzug “ACHTERN RIEßEL” wurde von der Vorlage auf Transparentpapier über Kohlepapier auf die geweißte Fläche des Steines übertragen. Danach wurde mit einem Meißel die Form der Buchstaben im Stein vertieft und anschließend mit schwarzer Steinfarbe ausgemalt. Auch das Heimatverein-Logo erhielt seinen Platz.

Die Spender  Nanny und Dierk Schulz  haben sich den Stein und die Bearbeitung angesehen und waren ganz begeistert.
Ein besonderer Dank geht an Peter Grelck, der den Steinmetz bei der Arbeit unterstützt und gut versorgt hat.

Der vorgesehene Einweihungstermin am 26. April wird aufgrund der momentanen Situation verschoben. Nach Normalisierung der Lage werden wir einen Einweihungstermin festlegen und rechtzeitig bekannt geben. Der Stein soll aber schon vorher an seinem vorgesehen Ort (Büllhorn Buskehre) aufgestellt werden.

Text: Reinhard Behr
Fotos: Peter Grelck

Die zweite “Tafelrunde”

Durch die Kontakteinschränkung auf Grund des Corona Virus’ sind viele Aktionen und Veranstaltungen wie Buschsammeln, Osterfeuer… in Ashausen derzeit nicht möglich.

Auch der Zeitplan unserer Geschichtstafel-Gruppe kommt ein bisschen durcheinander. So können die 30 bereits fertig gegossenen Sockel nicht wie geplant schon jetzt eingesetzt werden.

Foto: Klaus-Dieter Klose (entstand noch vor den Kontaktbeschränkungen)

Die gewonnene Zeit wird aber fleißig genutzt, um die Texte der kleinen und großen Tafeln zu vervollständigen.

Die bisher aufgestellten Tafeln und auch eine Runde von Flurstein zu Flurstein laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Da die Müllsammel-Aktion der IG Flohmarkt auch abgesagt werden musste, bietet es sich an, ein kleines Tütchen mitzunehmen und rumliegenden Müll einzusammeln.

Unsere Jahreshauptversammlung 2020

Auf der mit über 50 Teilnehmenden gut besuchten Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Ashausen ließ der im letzten Jahr neu gewählte erste Vorsitzende Christian Popp zusammen mit seinem Vorstandsteam das letzte Jahr Revue passieren. „Ashäuser Runden“, Konzerte, Flursteinsetzung, Weinfest sowie Kunst & Punsch seien hier nur als Beispiele genannt. Zudem konnten etwa 40 neue Mitglieder begrüßt werden, so dass der Heimatverein nun kurz vor der Aufnahme seines 500. Mitglieds steht.

Aber auch für dieses Jahr sind wieder zahlreiche Aktivitäten geplant! So wird es mindestens zwei „Ashäuser Runden“ geben, die sich wie im vergangenen Jahr mit aktuellen Planungen befassen werden, die besonders Ashausen betreffen.

Weiterhin wird die Neuauflage der beiden Bücher über das „alte“ Ashausen angestrebt, die möglichst mit der Fertigstellung der in Bearbeitung befindlichen Tafeln zur „Erlebbaren Dorfgeschichte“ zur Verfügung stehen sollen. 

Am Ende der Tagesordnung standen Wahlen: Katharina Elsner wurde als zweite Vorsitzende gewählt, Michael Muth bleibt Schriftführer und Petra Göring ist nun Beisitzerin. Alle Genannten wurden einstimmig gewählt.

Petra Göring, Katharina Elsner, Michael Muth
Foto: Antje Klatt

Gemütlichkeit und Weihnachtsstimmung

Der Weihnachtsmarkt „Kunst & Punsch“ hat dem Mistwetter getrotzt. Es gab Gemütlichkeit und Weihnachtsstimmung pur im Olen Huus in Ashausen. Im „Olen Huus“ war es warm und trocken und auch auf dem Platz davor konnte der Punsch im Trockenen genossen werden. Der vom “Heimatverein Ashausen” neu gestaltete Platz vor dem alten Haus bietet jetzt die Möglichkeit, auch große und wetterfeste Zelte aufzubauen. Hier konnte nicht nur der heiße Punsch – angeboten vom Heimatverein Ashausen – sondern auch Waffeln, Wurst oder auch Grünkohl genossen werden.

Es wurde wieder eine bunte Mischung aus Kunsthandwerk, Musik und etlichen Mitmachaktionen für Kinder geboten. In der „Kreativen Werkstatt“ wurde am Samstag mit der Künstlerin Ellie Beyer mit Nadeln „gefilzt“. Sonntag ging es gleich nach dem Gottesdienst los mit den kleinen Workshops für Kinder, diesmal wurde ein Engel aus speziellem Ton gestaltet.

Im Olen Huus sorgten altbewährt am Samstag die Landfrauen und am Sonntag der Heimatverein für Kaffee und Kuchen in der Goden Stuv.
Highlight  war zum Abschluss am späten Sonntagnachmittag der Auftritt von Martin Friedenstab & Peggy Sunday. Eine Stunde gab es für die Besucher Folk-Musik vom Feinsten.

Eindrücke der angebotenen Kunstwerke, eingefangen von Antje und Volker Klatt, die uns sämtliche Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung stellten.

Angelika Szczepaniak und Kati Domroes

Gedenkort Ashausen

Noch bis zum 30.11.2019 sind Vorschläge zum Gedenkort Ashausen möglich. Vorschläge aller Altersgruppen sind willkommen. 

Foto: Manfred Richter

Wie soll der Gedenkort Ashausen zukünftig gestaltet sein? An wen soll erinnert werden, außer wie bisher an die im 1. und 2. Weltkrieg getöteten Ashäuser Soldaten? Was wünschen wir uns für diesen besonderen Ort? Was ist dem Gedenkort angemessen? Mit diesen Fragen hatten sich die Mitglieder des Gesprächskreises Gedenkort Ashausen im Sommer an die Ashäuser Bürgerinnen und Bürger gewandt und um ihre Meinung zur zukünftigen Gestaltung des Mahnmals und seiner Umgebung gebeten. Bereits seit über einem Jahr treffen sich die Mitglieder des Gesprächskreises im Gemeindehaus der St. Andreas Kirche. Dabei sind interessierte Ashäuser Bürger*innen, die Ashäuser Vereine, Pastorin und Kirchenvorstand der St. Andreas Gemeinde und auch die politischen Parteien.  

Seit Ende August stehen vor dem Ashäuser Hof in der Bahnhofstraße zwei Infotafeln und ein Briefkasten.  Auf einer der Tafeln wird die Geschichte des Mahnmals beschrieben, das ursprünglich auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf dem Grundstück der ehemaligen Ashäuser Schule gestanden hat. Auf der zweiten Tafel wird über die Initiative, ihre Mitglieder und die Ziele des Diskussionsprozesses rund um den Gedenkort berichtet. (Siehe auch www.gedenkort-ashausen.de).

Noch bis zum 30. November 2019, also bis zum kommenden Sonnabend, ist es möglich, Anregungen und Vorschläge für die Gestaltung des Gedenkortes in Ashausen einzureichen: entweder per Mail unter gruppe@gedenkort-ashausen.de oder als Brief in den Briefkasten bei den Infotafeln vor dem Ashäuser Hof. Wer möchte, kann Namen und Anschrift oder Mailadresse darauf vermerken. Dann folgt im nächsten Jahr eine Einladung zu einer öffentlichen Veranstaltung, auf der die Ergebnisse der Meinungsumfrage vorgestellt und diskutiert werden. Die Mitglieder des Gesprächskreises freuen sich über jeden Vorschlag. Besonders auch Ideen junger Menschen sind willkommen! 

Für den Gesprächskreis: 
Margit Bonacker

Der Gedenkort (früher auch als Kriegsdenkmal bezeichnet) befindet sich in der Kurve Bahnhofstraße/Scharmbecker Straße gegenüber dem Ashäuser Hof :