Archiv der Kategorie: Vereinsleben

Flursteinsetzung am 21. Geburtstag des „Heimatverein Ashausen“

Knapp 40 Mitglieder und Freunde des „Heimatverein Ashausen“ kamen am 21. Geburtstag des Vereins zusammen, um den Flurstein „Vör’n Büllhorn“ einzuweihen. Frau Ehlers, die Spenderin des diesjährigen Steines, erinnert sich gerne an die Zeit zurück, die sie dort mit ihrer Familie mit der kleinen Landwirtschaft, weit weg von Schule und Bahnhof verbracht hat. Ihr Großvater hatte vor fast 100 Jahren 17 Morgen Land gekauft und zusammen mit ihrer Mutter urbar gemacht. Der Stein weist auf die Flur „Vör’n Büllhorn“ hin, die inzwischen zweigeteilt auf dem Weg von Ashausen zum Büllhorn liegt. 1810 tauchte dieser Name das erste Mal in der Verkopplungskarte auf.

Wir bedanken uns herzlich bei der Spenderin – es war ein schöner Abend!

Zur Seite „Flursteine in Ashausen“.

Heimatverein fragt Ashausen

Die Ashäuserinnen und Ashäuser wurden im Herbst 2021 vom Heimatverein zum Leben im Dorf befragt. 

Die Auswertung der 150 eingegangenen Fragebögen ergab, dass 60 Prozent der Antwortenden insbesondere den dörflichen Charakter des Ortes sowie seine Lage inmitten von Grün und Natur schätzen. Rund 40 Prozent betonen auch die gute Verkehrsanbindung sowie die Aktivitäten der örtlichen Vereine. Dabei werden die Informationstafeln des Heimatvereins an historisch bedeutsamen Orten ebenso sehr positiv bewertet wie die „Ashäuser Runden“, die den Menschen Gelegenheit geben, sich über aktuelle Planungen im Ort zu informieren. Dazu Christian Popp, unser Vorsitzender: „Die positiven Reaktionen zeigen uns, dass wir auf einem richtigen Weg sind. Wir erhoffen uns natürlich, dass diejenigen, die im Fragebogen ihre Mitarbeit im Heimatverein angeboten haben, aus der Befragungsanonymität heraus- und in das Ehrenamt hineintreten.“

Allerdings gibt es auch Kritik. So wird befürchtet, dass weitere Neubaugebiete und den dörflichen Charakter Ashausens gefährden könnten. Zudem fehlten Angebote für ältere Menschen und Jugendliche und etwa drei Viertel der Befragten vermissen eine Dorfkneipe oder einen Dorftreff.

Auch der Verkehr nimmt einen breiten Raum ein. Drei von vier Befragten meinen, dass zu viel und zu schneller (Durchgangs-)Verkehr sowie der Lärm von der Autobahn die Lebensqualität in Ashausen teilweise stark beeinträchtigen. Auch das Parken auf der Straße und auf Gehwegen, unsichere Radwege, entfallene Fußwegverbindungen sowie häufig defekte Straßenlampen oder verdreckte Verkehrsschilder werden bemängelt.

Viele der Befragten würden es gerne sehen, wenn sie in die behördlichen Entscheidungsfindungsprozesse über Probleme, die ihnen auf den Nägeln brennen, stärker einbezogen würden. Deshalb wünschen sie, dass sich zukünftige „Ashäuser Runden“ des Heimatvereins mit den Themen „Zukunftsbild für Ashausen“ (88 Prozent), „Verkehr / Mobilität“ (73 Prozent), „Pläne der DB AG im Raum Ashausen“ (62 Prozent) sowie „Naturnahes Ashausen“ (59 %) befassen. „Wir können und wollen als Verein natürlich keine kommunalen Aufgaben übernehmen. Wir möchten aber wichtige Informationen so aufbereiten und weitergeben, dass sie für die Menschen nachvollziehbar sind“, so Christian Popp.

Jahreshauptversammlung 2022

Liebe Mitglieder,

leider hat uns Corona nach wir vor fest im Griff.

Da Präsenzveranstaltungen wie unsere Jahreshauptversammlung im Moment nicht möglich sind, haben wir beschlossen, die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Ashausen e.V. (wie in 2021) auf den Sommer zu verschieben.

Sobald die Lage es wieder erlaubt, wird ein neuer Termin geplant und bekanntgegeben.

Wir bitten um Verständnis.

Herzliche Grüße vom Vorstand

Ashausen wird gefragt

In den vergangenen eineinhalb Jahren waren wir alle in unseren Aktivitäten mehr oder weniger stark ausgebremst. Aber jetzt können wir hoffentlich wieder loslegen. Wo wir das tun sollen, möchten wir gern mit Ihrer und eurer Unterstützung herausfinden.

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Dafür hat der Heimatverein einen Fragebogen entwickelt. Hiermit möchten wir alle ansprechen, die sich für unser Dorf interessieren und die ihre Ideen und Vorschläge für ein noch lebenswerteres Ashausen einbringen wollen. Besonders geht es uns auch darum, die bereits vorhandenen Angebote des Heimatvereins zu bewerten und weitere Vorschläge z.B. auch für Jugendliche zu machen.

Der Fragebogen kann bis zum 30. November 2021 direkt hier ausgefüllt werden.

Die Befragung ist anonym. Die Ergebnisse werden nach der Auswertung hier auf der Homepage veröffentlicht.

Unsere Jahreshauptversammlung 2021

Unsere Jahreshauptversammlung musste in diesem Jahr Corona bedingt erst mit Verspätung stattfinden. Dank gelockerter Bedingungen sind 23 Mitglieder im Ashäuser Hof zusammengekommen, um das Jahr 2020 Revue passieren zu lassen und einige Wahlen und Anträge zum Beschluss zu bringen.

Nach Berichten des Vorsitzenden und des Kassenwartes wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Zur Wahl stand in diesem Jahr lediglich ein neuer Kassenprüfer; Dierk Schulz hat den „Job“ übernommen.

Im Rahmen der Planungen und Vorhaben hoffen wir, in diesem Jahr wieder zu „Kunst und Punsch“ mit Hygienekonzept einladen zu können.

Weiterhin wurden 3 Anträge gestellt, die alle angenommen wurden:

  • Geld für förderfähige Beschaffungen (Investitionen für Veranstaltungstechnik, Computer etc. werden stark gefördert)
  • Geld für einen Bouleplatz in Ashausen
  • Beschaffung einer Motorsense, um die Pflege der Rasenflächen um die Ortseingangsschilder, Flursteine, Bänke, Tafeln etc. zu pflegen.

Am Ende wurde noch darauf hingewiesen, dass Jörg Scheel auf der Jahreshauptversammlung 2022 im Rahmen der Wahlen nicht nochmal als Kassenwart kandidieren wird.

Michael Muth
Schriftführer

Regen oder nicht?

Trotz des schlecht angesagten Wetters fanden sich am 3. Oktober vor dem Olen Huus 11 Radler ein.

Foto: Volker Klatt

Nach kurzem Überlegen, ob uns der eventuelle Regen abschreckt, radelten wir mit Rückenwind los in Richtung Fähre Hoopte – Zollenspieker.

Über kleine, fast unbefahrene Straßen und die Strecke der ehemaligen Vierländer Eisenbahn ging es weiter zum Rieck Haus.

Foto: Volker Klatt

Dort erwartete man uns bereits und wir bekamen eine informative Führung von Torhild Hinrichs. Das Freilichtmuseum Rieck Haus in Curslack zählt zu den ältesten erhaltenen Bauernhäusern Norddeutschlands. Die Bauernfamilie Rieck hat hier über mehrere Jahrhunderte gelebt – und das nicht schlecht. Denn die fruchtbaren Böden,  die gute Lage an der Elbe, Fleiß und Erfindungsreichtum der Landwirte und Gartenbauer ließen die Vier- und Marschlande zu einer der reichsten Regionen Deutschlands aufsteigen.

Zunächst gab es interessante Details zu Außengelände und Nebengebäuden. So sieht man hinter dem Haus ein „Stück“ – dieser 14 m breite Acker wurde mühsam bewässert, indem erst auf der einen Seite des Feldes Wasser aus dem daneben liegenden Graben geschöpft und dies über die Schulter aufs Feld geschleudert wurde, dann passierte auf dem Rückweg dasselbe auf der anderen Seite. Der Abstand zwischen den Gräben ergab sich also aus der Schleuderfähigkeit der Bauern.

Der sechseckige Haubarg war der Speicher für Getreide oder Heu. Das Dach ist höhenverstellbar, um größtmöglichen Schutz zu bieten.
Foto: Volker Klatt

Auch erfuhren wir, dass damals die Herren ihre Notdurft bei den Pferden auf der Südseite das Hauses verrichteten, wohingegen die Frauen sich zu den Kühen im Norden hockten. Das jetzige Toilettenhaus ist nur „geschummelt“.

Die auf dem Gelände befindliche Mühle ist keine Getreidemühle, sondern eine Schöpfmühle mit einer archimedischen Schnecke.

Foto: Volker Klatt

Je nach Bedarf wurde die Drehrichtung geändert und das Wasser wurde von oben nach unten oder andersherum transportiert.

Foto: Kati Domroes

Im Haus erfuhren wir viel über das Leben der ehemaligen Bewohner. Wie unser Oles Huus ist das Rieck Haus ein Rauchhaus ohne Schornstein. Der Rauch beizt das Holz – es wird, wie das unterm Dach gelagerte Korn, vor Schädlingen geschützt und die an der Decke aufgehängte Wurst wurde durch das Räuchern haltbarer. Einmal am Tag wurde angefeuert, den Rest des Tages wurde Holz gespart und die Glut bis zum nächsten Tag bewahrt.

Viele Details wurden erklärt und kleine Geschichten erzählt: wie kamen die Vierländer Stubenküken zu ihrem Namen, warum hat die Schlafbutze des Bauers ein Fenster oder was hat es mit den Wandfliesen auf sich…

Fotos: Volker Klatt

Die Zeit verging im Fluge und der Rückweg musste angetreten werden. Vorher stärkten sich alle mit einem kleinen Stück Zitronenkuchen oder mit den uns geschenkten Äpfeln aus dem Garten.

Der Rückweg führte vorbei an der Riepen Windmühle bis zum Elbdeich. Dort ging es noch ein kleines Stück entlang an der Elbe zurück nach Zollenspieker.

Fotos: Antje Klatt

Ein großer Teil der Gruppe kehrte im Anschluss an die meist trockene, kurzweilige und informative Tour bei Steffi´s Café zum Kaffee-Trinken ein, wo auch schon einige Vereinsmitglieder auf die Gruppe warteten. Nach leckerer Torte, Kaffee und Tee löste sich die Gruppe auf.

Ein herzlicher Dank geht an Daniel und Klaus-Dieter. Die Runde war gut organisiert und da Klaus-Dieter die Strecke mit Petra zusammen bereits abgeradelt war, konnte er uns die ca. 30 km zielsicher und ohne Umwege führen.

Tourenänderung

Wir haben den Tourenverlauf angepasst. Wir werden keinen Zwischenstopp im Hofcafé Eggers einlegen, sondern zurück bei uns im Dorf in „Steffi’s Café“ einkehren!

Bitte denkt alle an eine Flasche Wasser für einen Schluck zwischendurch!